INTERNATIONALE EISENWARENMESSE: Trends -noch digitaler, noch individueller, noch leistungsfähiger

Durch die zunehmende Digitalisierung scheint sich unsere Welt immer schneller zu drehen. Auch die Kompetenzbereiche Werkzeuge, Industriebedarf, Befestigungs- und Verbindungstechnik, Beschläge sowie Bau- und Heimwerkerbedarf vermitteln auf der kommenden INTERNATIONALEN EISENWARENMESSE einen Eindruck davon, wie intensiv dieses Thema die Hartwarenbranche dominiert. Vom 4. bis zum 7. März 2018 findet in Köln die wichtigste internationale Leistungsschau der Branche statt, die diesmal unter dem Motto „work hard – rock hard“ steht.

Für die Koelnmesse ist es mittlerweile Tradition, Aussteller im Vorfeld der INTERNATIONALEN EISENWARENMESSE nach Trends zu befragen. In den vergangenen Wochen haben sich etliche Unternehmen geäußert, allerdings ohne konkrete Details zu verraten. Dies spart man sich für den ersten Messetag auf, an dem der eine oder andere Anbieter dann die sprichwörtliche „Katze aus dem Sack lassen“ will. Es wird also wieder spannend! Nachfolgend fassen wir einige Trends zusammen.

Zunehmende Vernetzung
Bei den hochwertigen Werkzeugen bekommt das Thema Vernetzung einen immer höheren Stellenwert. So rücken integrationsfähige Drehmomentschlüssel mit Funkmodul für die vernetzte Produktion mehr und mehr aus dem Versuchsstadium heraus. Ein Thema beim Dialog mit dem Fachhandel ist für viele Anbieter von Präzisionswerkzeugen die Neufassung der DIN EN ISO 6789:2017, die mehr Komplexität bei der Kalibrierung von Drehmomentwerkzeugen verlangt. Demnach müssen nun neben der Anzeigeabweichung auch eine Vielzahl möglicher Unsicherheitsparameter erfasst werden.

Das Thema Normung spielt in Köln aber auch bei den Anbietern von Steigtechnik eine Rolle, denn mit Beginn des kommenden Jahres greift die neue DIN EN 131 für tragbare Leitern. Diese Norm trifft auf alle Anbieter von Steigtechnik zu und besagt beispielsweise, dass Anlegeleitern ab einer Länge von 3 Metern künftig grundsätzlich über eine Standverbreiterung verfügen müssen. Auch die Rutschfestigkeit und die Verwindungssteifigkeit werden neu bewertet. Ein Anbieter stellt deshalb ein neuartiges Fußwechsel-System für Stufenleitern vor. Mit wenigen Handgriffen lässt sich der Leiternfuß passend zum Bodenbelag wechseln.

Ein weiterer Aspekt, auf den sich Werkzeuganbieter einstellen, sind die gestiegenen Anforderungen in Werkstätten und Fertigungen, in denen an spannungsführenden Bauteilen gearbeitet wird. Ein Aussteller zeigt einen neuen VDE Drehmomentschlüssel speziell für diese Anwendungen.

Mehr Leistung
Geht der Blick in Richtung Elektrowerkzeuge, ist ein klarer Trend hin zu noch leistungsstärkeren Akku-Werkzeugen erkennbar. Wenn der Profi Akku-Werkzeuge im großen Stil einsetzen möchte, dürfen die Unterschiede zu netzgebundenen Geräten oder zu motorbetriebenen Werkzeugen für den Garten- und Landschaftsbau nicht allzu groß sein. 54-Volt-Akkusysteme – kompatibel mit 18-Volt Geräten und Werkzeugen – sind deshalb eine Antwort, um Elektrowerkzeuge mit noch mehr Power und Leistung auszustatten.

Ebenfalls ein Stichwort ist die Flexibilität in den Werkstätten. Nicht selten werden Beschäftigte an verschiedenen Arbeitsorten eingesetzt. Dabei möchten sie möglichst ihr eigenes Werkzeug nutzen. Dies geht nur mit mobilen Arbeitstischen oder Werkstattwagen. Die Wagen sind Transporter und Werkbank zugleich. Stabile multifunktionale Arbeitsplatten sowie große und stabile Schubladen mit genügend Platz und Stauraum für sperrige Werkzeuge sind selbstverständlich. Entsprechend große Rollen sorgen für ausreichend Standsicherheit. Neue und verbesserte Varianten dieser fahrbaren Werkbänke werden in Köln gezeigt. Wer mobil ist, braucht natürlich immer die passenden Werkzeuge. Ein Anbieter präsentiert deshalb ein Upgrade seines Koffer-Trolleys speziell für Elektriker mit einer perfekt abgestimmten Bestückung für den Profialltag. Dazu gehören beispielsweise auch eine Taschenlampe oder ein Dübellochschläger.

In jeder Werkstatt, aber auch auf Baustellen müssen oft große, sperrige oder schwere Gegenstände bewegt werden. Um diese Tätigkeit für Beschäftigte so leicht und kräfteschonend wie möglich zu machen, sollen möglichst Transport- und Montagehilfen eingesetzt werden. Stabile Transportkarren, mit denen sich leicht auch Treppenstufen überwinden lassen, vielseitig einsetzbare Plattformwagen oder ergonomisch austarierte Schubkarren sind einige Beispiele hierfür.

Smart Home und Individualität
Eine aktuelle Studie besagt, dass der Smart-Home-Markt in Deutschland in den Jahren 2017 bis 2022 auf rund 4,3 Milliarden Euro wachsen wird. Dass dies realistisch ist, zeigen auch die Aktivitäten vieler Aussteller in Köln. Smart Home, die intelligente Vernetzung verschiedener Hausfunktionen, ist natürlich mehr als nur eine App, mit der sich beispielsweise die Rollladensteuerung betätigen lässt. Elektronische Produkte werden immer kompakter, komfortabler, leistungsfähiger und intuitiver. Deutlich wird dies auch am Beispiel Leuchten: Allein durch die LED-Technik ist eine Lichtausbeute möglich, die sich vor wenigen Jahren nur mit unglaublich hohem Aufwand realisieren ließ. Und dies alles bei geringem Stromverbrauch. Zugleich wird die Elektronik zunehmend intelligenter, beispielsweise durch Funkschalter mit selbstlernender Kodierung. Somit lassen sich die Produkte immer besser an die individuellen Bedürfnisse ihrer Nutzer anpassen.
Um Individualität geht es auch bei der Gestaltung der eigenen vier Wände. Bei den Wandfarben berücksichtigen Anbieter beispielsweise die besonderen Stimmungen der Jahreszeiten und lassen diese in ihre Farbmischungen einfließen. Ein anderer Trend ist, Bilder auf die Wand zu bringen. Allerdings hat die gute alte Fototapete dabei längst ausgedient – heute ist Wanddesign auf höchstem Niveau gefragt. Fotowände mit atemberaubenden Natursituationen oder auch Aufnahmen bekannter Serienhelden sind aktuell stark gefragt. Dabei möchten Endkunden ihre Bau- und Renovierungsprojekte heute möglichst schnell umsetzen. Viele Hersteller reagieren darauf und bieten Produkte an, die Arbeitsschritte einsparen oder die sich durch eine schnelle Belastbarkeit auszeichnen.

Stärkung des Handels
Trotz zunehmender Online-Umsätze setzen viele Hersteller gerade im B2B-Geschäft mehr denn je auf die Stärke des stationären Handels. Neue Strategien für den Fachhändler spielen deshalb auf der INTERNATIONALEN EISENWARENMESSE ebenso eine Rolle wie verkaufsunterstützende Projekte mit verbesserten Verpackungs- und POS-Konzepten sowie Thekendisplays oder Sonderplatzierungen. Auch zählen ganz konkret auf Anwenderzielgruppen hin abgestimmte Sortimente dazu, die direkt auf einen Blick zeigen, welche Werkzeuge für ein Business empfohlen werden. Und die Anwendungen der Werkzeuge müssen grundsätzlich einfach und verständlich sein – für den Nutzer und den beratenden Händler gleichermaßen.

Eine Domäne des stationären Fachhandels ist und bleibt die Warenverfügbarkeit und -vielfalt. Selbstverständlich erwarten die Kunden – egal ob Profi oder Endverbraucher – immer ein umfangreiches Angebot. Für einen Anbieter von Befestigungstechnik heißt dies beispielsweise, dass die Partner im Handel möglichst das gesamte Produktangebot vorhalten müssen und nicht nur Teilsortimente.

Ein Thema speziell in der DIY-Branche ist ‚do it for me‘. Demnach will der Endkunde nicht einfach nur Produkte kaufen, sondern gleich auch einen Handwerkspartner vermittelt bekommen, der die Arbeiten für ihn ausführt. Auch darauf geben Hersteller in Köln Antworten.

Die meisten der Aussteller sind sich einig, dass ein Einkauf im Handel wieder attraktiver werden muss, da Amazon und Co. mit weiter wachsenden Sortimenten locken. Die INTERNATIONALE EISENWARENMESSE präsentiert beide „Welten“ und bietet als Kommunikationsplattform einen perfekten Rahmen, um die Partnerschaft zwischen Handel und Industrie zu vertiefen.

Ihr Kontakt bei Rückfragen:

Sarah Becker-Kraft
Kommunikationsmanagerin
Koelnmesse GmbH
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Deutschland
Telefon: +49 221 821-3513
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s.becker-kraft@koelnmesse.de
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Source: werkzeugnachrichten.de