Deutsches Werkzeug – made in Germany – FWI-Verbandszeichen seit 35 Jahren am Markt (FWI-aktuell 2018-05)


Mit dem im Jahr 1983 am Markt eingeführten Verbandszeichen hat der Fachverband Werkzeugindustrie e. V. (FWI) in Remscheid ausschließlich seinen Mitgliedsunternehmen ein Ursprungskennzeichen zur Verfügung gestellt, das die Werkzeughersteller als verbindlichen Hinweis auf in Deutschland hergestellte Produkte („made in Germany“) verwenden.

Mit der Werbung am Produkt mit diesem Zeichen kann sich der Käufer darauf verlassen, ein Markenwerkzeug aus deutscher Fertigung zu erhalten.

Der Trend zu „made in Germany“ in der Werkzeugindustrie ist nach wie vor ausgeprägt. Werkzeuge mit einer ausgereiften Anwendungsqualität, zuverlässiger Funktion, komfortabler Handhabungssicherheit und dem Vorteil einer garantierten Ersatzteil-, Zubehör- und Nachkaufsicherheit sichern den Wettbewerbsvorteil vor „no name“-Produkten oder Handelsmarken. Letztere stammen bisweilen auch noch aus Deutschland, werden aber in der Regel nicht mit „made in Germany“ gekennzeichnet, weil der Vertreiber sich bewusst die Möglichkeit offen hält, jederzeit auf zumeist asiatische Importe umstellen zu können.

Der FWI bietet somit seinen Mitgliedern, die auch kleine Strukturen aufweisen und typischen deutschen Mittelstand darstellen, die Möglichkeit, „made in Germany“ quasi als Ergänzungsmarke zur eigenen Herstellermarke zu verwenden, um die Qualität ihrer Produkte zu dokumentieren.

Die Qualität deutschen Werkzeugs misst sich daran, dass der Verwender seine Erwartungen an Funktion, Leistung, Sicherheit und Lebensdauer des Werkzeugs erfüllt sieht.

Produkte dürfen nur dann mit „made in Germany“ gekennzeichnet werden, wenn alle qualitätsbegründenden Arbeitsgänge an ihnen in Deutschland ausgeführt worden sind. Bei Handwerkzeugen versteht man hierunter zunächst die komplette zerspanende Bearbeitung zur Sicherstellung der engen Fertigungstoleranzen, die ein Qualitätsprodukt auszeichnen. Weiterhin muss die Wärmebehandlung in Deutschland ausgeführt worden sein, um die für den jeweiligen Einsatzzweck des Werkzeugs optimale Härte und Zähigkeit der Werkzeuge sicher zu gewährleisten. Bei mehrteiligen Werkzeugen wie z. B. Zangen zählt auch die Montage zu den qualitätsbegründenden Arbeitsgängen. Auch dieser Arbeitsgang muss sehr sorgfältig ausgeführt sein, da z. B. ein Seitenschneider nur dann zuverlässig funktionieren kann, wenn seine Schneiden exakt gegeneinander ausgerichtet sind.

So sind im Fachverband Werkzeugindustrie e. V. über Jahrzehnte Strategien von Unternehmen zu beobachten gewesen, die konsequent auf die deutsche Herstellung ihrer Produkte beginnend vom Design über das Schneiden der Rohlinge bis hin zur Wärmebehandlung und Montage setzen und dies wieder deutlich in ihrer Werbung herausstellen.

Um ihr Bekenntnis zum deutschen Qualitätswerkzeug nach außen hin gemeinsam zu dokumentieren, haben sich deutsche Werkzeughersteller unter dem Dach des eingetragenen Markenzeichens des Fachverbands Werkzeugindustrie e. V. „Deutsches Werkzeug – made in Germany“ zusammengeschlossen.

Die Bekanntheit des Zeichens wird durch Aktionen auf Fachmessen und auf der Webseite www.deutscheswerkzeug.de begleitet, auf der man sich über die Vorteile deutschen Werkzeugs und die teilnehmenden Firmen informieren kann.

Source: werkzeugnachrichten.de