REACH: Konsultation zur Substitution von u. a. Chrom

Die Substitutionspläne von vier Anträgen auf Genehmigung zur Verwendung eines besonders besorgniserregenden Stoffes wurden am 21. Oktober 2020 zur Konsultation freigegeben, unter anderem betrifft dies auch sechswertiges Chrom in Oberflächenbehandlungen.

Der Ausschuss der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) für sozioökonomische Analyse (SEAC) wird die Pläne und Informationen, die während der Konsultation eingegangen sind, bewerten, um wissenschaftliche Grundlagen zur Erteilung von Genehmigungen durch die Europäische Kommission zu schaffen.

Die Substitutionspläne von 12 Anträgen müssen von der SEAC auf ausdrücklichen Antrag der Kommission bewertet werden. Die Antragsteller müssen Substitutionspläne erstellen und in ihre Anträge aufnehmen, wenn für ihre Verwendung im Allgemeinen geeignete Alternativen verfügbar sind – obwohl diese Alternativen für den Antragsteller möglicherweise technisch oder wirtschaftlich nicht realisierbar sind.

Die Pläne von vier Anträgen wurden nun an die ECHA gesendet. Diese betreffen die Verwendung von sechswertigem Chrom in Oberflächenbehandlungen und des Härtungsmittels MOCA. Die vierwöchige Konsultation findet vom 21. Oktober bis 18. November 2020 statt. Die Pläne sind bereits auf der Website der ECHA veröffentlicht.

Die Substitutionspläne der verbleibenden acht Anträge werden voraussichtlich Anfang Dezember vorliegen und bis Mitte Dezember zur Konsultation freigegeben. Diese Pläne sehen die Verwendung des Weichmachers DEHP, sechswertiges Chrom bei Oberflächenbehandlungen und Natriumdichromat beim Färben von Wolle vor.

 

Weitere Informationen (in Englisch) finden Sie hier.