7. ZDH-Umfrage zur Finanzierungssituation der Betriebe im Rahmen der Corona-Pandemie

Die Ergebnisse der Befragung in der 46. KW 2020 belegen – auch vor dem Hintergrund der direkten und indirekten Betroffenheit von Handwerksbetrieben durch den Teil-Lockdown – die anhaltenden und wieder zunehmenden Auswirkungen der Pandemie auf den handwerklichen Geschäftsbetrieb.

Viele Betriebe sind weiterhin/erneut von substanziellen Umsatzausfällen betroffen. Die Auftragsbestände liegen oft deutlich unter dem jahreszeittypischen Niveau und es fehlen noch immer viele Mitarbeiter aufgrund der Pandemie (-folgen).

Zudem gibt es weiterhin Störungen in den handwerklichen Lieferketten. Aufgrund des Teil-Lockdowns, aber auch bedingt durch die anhaltenden Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie, sehen die Handwerksbetriebe bis zum Jahresende keine weitere Erholung.

 

 

Die Ergebnisse der ZDH-Konjunkturbefragung für das 3. Quartal 2020 hatten eine deutliche Erholung angezeigt, auch wenn die Konjunktur sich noch deutlich schwächer zeigte als vor der Pandemie. Dieser Aufholprozess dürfte durch die aktuellen Entwicklungen gestoppt sein.

Viele Handwerksbetriebe rechnen nicht mehr damit, dass sich bis Jahresende ihre Geschäftssituation grundlegend bessert. Die Betriebe gehen davon aus, dass die aktuellen Entwicklungen den Aufholprozess stoppen, im Zuge dessen viele Betriebe nach den Lockerungen wieder Tritt gefasst hatten. Erstmals seit 2013 werden wir im Handwerk das Jahr mit einem Umsatzminus abschließen. Wir erwarten für das Gesamthandwerk einen Umsatzrückgang von etwa 4 Prozent.

Durch den Teil-Lockdown haben die Auswirkungen der Pandemie auf den handwerklichen Geschäftsbetrieb in den letzten Wochen wieder zugenommen. Handwerksbetriebe mussten zwar nicht in dem Umfang wie im Frühjahr schließen. Doch unsere aktuelle Corona-Umfrage zeigt deutlich: Der Teil-Lockdown trifft auch viele Handwerksbetriebe hart – sei es direkt, weil etwa Café- oder Imbissbereiche zugemacht werden mussten, oder mittelbar als Zulieferer oder Dienstleister von Unternehmen, die schließen mussten. Bei vielen Betrieben sind die Umsatzausfälle weiter oder aber erneut substanziell. Die Auftragsbestände liegen oft deutlich unter dem Niveau, das für die Jahreszeit sonst typisch ist. Hinzu kommt, dass viele MitarbeiterInnen fehlen, weil sie infiziert oder erkrankt sind, selbst in Quarantäne müssen oder ihre Kinder, die in Quarantäne sind, betreuen müssen. Zudem gibt es weiter Störungen in den handwerklichen Lieferketten.

 

Zur den ZDH-Umfrageergebnissen

Pressemitteilung des ZDH