Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Rohstoffversorgung

Der Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. (BDI) hat eine Umfrage zur Beeinträchtigung der Rohstoffversorgung in Deutschland durch die Covid-19-Pandemie durchgeführt.

Zentrale Ergebnisse:

  • Zeitraum der Befragung: 26. Mai bis 8. Juni 2020
  • 71 Unternehmen haben branchenübergreifend teilgenommen.
  • Fast 70 % gehen von mittel- oder sogar langfristigen Auswirkungen der Störungen aus.
  • Eisen und Schrotte sind besonders stark von Lieferkettenstörungen betroffen.
  • 72 % berichten von verzögerten Lieferungszeiten.
  • 61 % sind mit Logistikschwierigkeiten konfrontiert.
  • 58 % belasten Umsatzeinbußen und ein Einbruch der Nachfrage.

 

 

Zur Erhöhung der Resilienz der Rohstoffversorgung setzen Unternehmen auf unternehmenseigene Lösungen.

  • Konkret erhöhen z.B. 56 % der befragten Unternehmen die eigene Lagerhaltung.
  • 47 % der Unternehmen wünschen sich bei diesen unternehmerischen Entscheidungen eine stärkere politische Unterstützung, z.B. durch Steuererleichterungen für Lagerhaltung.

Darüber hinaus wünschen sich die Unternehmen stärkere Anstrengungen auf EU-Ebene:

  • 61 % der Unternehmen plädieren für die Entwicklung gemeinsamer europäischer Lösungsansätze, um Engpässe in der Rohstoffversorgung zu vermeiden.
  • Konkret wünschen sich 41 % einen Ausbau der politischen Unterstützung im Umgang mit Rohstofflieferländern.

 

Weitere Informationen:

Auswirkungen Covid-19 auf Rohstoffversorgung

 

Quelle: Verband Deutscher Schleifmittelwerke e. V. (VDS), Newsletter Nr. 105