AußenhandelEin Jahr neue US-Regierung: Auswirkungen auf den transatlantischen Handel für die deutsche Industrie

Die US‑Regierung hat 2025 ihre Handelspolitik grundlegend verschärft. Die Folge: deutlich höhere Zölle, wachsende Unsicherheit und spürbare Belastungen für exportorientierte Unternehmen – insbesondere für Hersteller von Handwerkzeugen und Metallwaren.

 

Die wichtigsten Fakten im Überblick:
  • Massive Zollsteigerungen:
    • Durchschnittszoll für EU‑Waren von ca. 2 % auf mindestens 15 % erhöht
    • Metallprodukte (Stahl, Aluminium, Kupfer) teils mit 50 % bis 200 % belegt
  • Rückgang deutscher Exporte in die USA:
    • Minus 15 Mrd. € von Januar bis November 2025
    • China wieder wichtigster Handelspartner Deutschlands
    • deutsch‑amerikanisches Handelsvolumen 2024 mit 252 Milliarden Euro dennoch ausgesprochen stark
    • Investitionsbestand deutscher Unternehmen in den USA lag bei 529 Milliarden Euro.
  • Investitionen brechen ein:
    • Deutsche Investitionen in den USA 2025 um rund 50 % gesunken
    • Gründe: Zölle, zusätzliche Handelshemmnisse, Fachkräftemangel, hohe Kosten, Wechselkursrisiken
  • Unberechenbare US‑Handelspolitik:
    • Trotz EU‑US‑Einigung im August 2025 neue Zölle angekündigt (u. a. auf Lkw)
    • Zahlreiche sektorale Sonderuntersuchungen mit potenziellen Zusatzbelastungen
    • Zusatzzölle auf Metallderivate wirken wie Marktabschottung
  • Ausblick:
    • Hohe Zölle bleiben voraussichtlich der „Normalzustand“
    • Selbst mögliche Einschränkungen der IEPPA‑Zölle könnten durch alternative Mechanismen kompensiert werden
  • Asymmetrische EU‑US‑Einigung:
    • EU akzeptiert US‑Zölle von überwiegend 15 %
    • EU baut eigene Industriezölle gegenüber den USA vollständig ab

Für die Handwerkzeugbranche stellt sich damit die Frage, wie faire Wettbewerbsbedingungen künftig gesichert werden können.

 

Quelle: DIHK

 

Link:

US-Zollpolitik

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