BinnenwirtschaftLage im industriellen Mittelstand 2026
Eine BDI‑Umfrage unter 213 mittelständischen Industrieunternehmen zeigt: Die Stimmung bleibt schwach, die Belastungen hoch – und die Erwartungen für die kommenden Monate sind verhalten.
Gedrückte Stimmung im Mittelstand
- 80 % bewerten die aktuelle Lage als befriedigend oder schlechter.
- 35 % stufen die Situation als ausreichend ein.
Hauptbelastungen: Bürokratie, Kosten, Regulierung
- Die größten Probleme bleiben unverändert: zu hohe Regulierung, hohe Arbeits- und Sozialkosten, hohe Energiepreise.
- Diese „Top 3“ entsprechen exakt den Ergebnissen von 2023 – spürbare Entlastungen kommen in der Unternehmensrealität nicht an.
Bürokratieabbau hätte den größten Effekt:
- 2026 steht Bürokratie erstmals auf Platz 1 der größten Herausforderungen.
- Unternehmen sehen vereinfachte Berichtspflichten und spürbaren Bürokratieabbau als die Maßnahme mit dem größten kurzfristigen Effekt auf ihre Wettbewerbsfähigkeit.
Verhaltener Blick in die Zukunft
- 36 % erwarten eine Verschlechterung der Geschäftslage in den nächsten sechs Monaten.
- 54 % rechnen mit einer stabilen, aber unveränderten Situation.
- Nur 10 % erwarten eine Verbesserung.
Investitionen werden verschoben
- 42 % haben derzeit keine Investitionen geplant oder noch nicht entschieden.
- Von den 58 %, die in den nächsten 2–3 Jahren investieren wollen, planen 36 % Investitionen in Deutschland.
Die Unternehmen blicken weiterhin vorsichtig nach vorn: 36 % erwarten in den kommenden sechs Monaten eine Verschlechterung der Geschäftslage, 54 % rechnen mit einer stabilen, aber unveränderten Situation. Nur 10 % gehen von einer Verbesserung aus.
Die Unsicherheit wirkt sich direkt auf Investitionen aus. 42 % haben derzeit keine neuen Investitionen geplant oder die Entscheidung vertagt. Von den 58 %, die in den nächsten zwei bis drei Jahren investieren wollen, setzen 36 % ihren Schwerpunkt auf Projekte in Deutschland.
Quelle: BDI
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