BinnenwirtschaftPrognosen zur Entwicklung des deutschen Bruttoinlandsprodukts

Die Bundesregierung hat ihre im April prognostizierte Wachstumsrate von 3,5 Prozent auf nur 2,6 Prozent reduziert. Als Gründe werden Lieferengpässe durch Rohstoffknappheit in bestimmten Branchen und die anhaltende Corona-Pandemie angeführt.

Ebenfalls spielt der Anstieg der Energiepreise eine Rolle. Für das kommende Jahr wird dagegen ein Wachstum von 4,1 Prozent prognostiziert, bevor sich die Zuwachsrate im Jahr 2023 bei 1,6 Prozent normalisieren solle. Die Voraussetzung für das angenommene Wirtschaftswachstum sei, dass Lieferketten international stabilisiert würden.

Die konjunkturelle Lage in Deutschland ist zweigeteilt: Einerseits habe sich die Stimmung der Dienstleister durch den Impffortschritt in den letzten Monat stark verbessert, der private Konsum sei die Triebfeder der wirtschaftlichen Erholung.

Andererseits leide das Verarbeitende Gewerbe unter einer historisch einmaligen Knappheit an Vorleistungsgütern, welche die Industriekonjunktur insbesondere im dritten und vierten Quartal 2021 ausbremse. Die Nachfrage nach deutschen Produkten auf den Weltmärkten bleibe aber nach wie vor hoch. Wenn sich die Lieferengpässe wie erwartet schrittweise auflösen, komme es im nächsten Jahr zu deutlichen Aufholeffekten.

Die in 2021 mit 3,0 Prozent vorausgesagte Inflationsrate (Grund: Lieferengpässe und hohe Energiepreise) solle in 2022 auf 2,2 Prozent zurückgehen. 2023 dürfte die Inflationsrate dann auf 1,7 sinken und damit wieder unter der von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebten Marke von zwei Prozent liegen.

 

Quelle: BMWI

Bildquelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/konjunkturprognose114.html

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