REACH Info „Erzeugnisse“ grundlegend aktualisiert

Der REACH-CLP-Biozid Helpdesk der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) informiert mit der aktualisierten Broschüre „Erzeugnisse – Anforderungen an Produzenten, Importeure und Händler“ Unternehmen und Händler, die Erzeugnisse im Rahmen der REACH-Verordnung produzieren, importieren oder liefern.

Die aktualisierte Broschüre informiert darüber, welche Melde- und Informationspflichten Hersteller und Händler, aber auch Verwender haben können. Entscheidungsbäume helfen, die Verpflichtungen abzuleiten. Zudem geht die Broschüre auf die allgemeinen Pflichten unter REACH ein. Informations- und Mitteilungspflichten ergeben sich unter anderem, wenn ein Erzeugnis mehr als 0,1 Massenprozent eines besonders besorgniserregenden Stoffes (SVHC) enthält. Die Broschüre informiert über diese verschiedenen Verpflichtungen der Hersteller, Importeure und Lieferanten von Erzeugnissen unter der REACH-Verordnung und gibt eine Reihe von Antworten auf die Frage, wann ein Objekt ein Stoff bzw. Gemisch und wann ein Erzeugnis ist.

Bereits seit längerem behält ein Erzeugnis nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes seinen Erzeugnischarakter, auch wenn es als Einzelteil einem Endprodukt verbaut ist, wie z. B. der Niet einer Zange oder der Schaft eines rotierenden Werkzeugs. Daher wird der SVHC-Gehalt für jedes Einzelteil separat berechnet und nicht auf Basis der Gesamtmasse des Endprodukts. Daraus resultierende Pflichten des Herstellers gelten dann für das Endprodukt.

Neu in die Broschüre aufgenommen wurden u. a. konkrete Hilfestellungen, wie sich der SVHC-Gehalt in einem Erzeugnis berechnen lässt und wie Informationen zu SVHC in einem Erzeugnis eingeholt werden können.

Download: Erzeugnisse – Anforderungen an Produzenten, Importeure und Händler